Chiemgauer Naturfleisch mit Innovationspreis
Bio-Lebensmittel-Verarbeitung ausgezeichnet.

Bundesverbraucherministerin Renate Künast verleiht Innovationspreis auf der ANUGA 2003

Die Chiemgauer Naturfleisch GMBH ist auf der ANUGA 2003 in Köln von Bundesverbraucherministerin Künast mit einem Hauptpreis beim Innovationspreis Bio-Lebensmittel-Verarbeitung ausgezeichnet worden. Bei dem erstmals vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft initiierten Wettbewerb waren branchenübergreifend innovative Leistungen bei der Ver-arbeitung ökologischer Produkte gefragt.

Chiemgauer Naturfleisch war einer der insgesamt 48 Bewerber um den Innovationspreis und hatte sich in allen fünf vom Ministerium vorgegebenen Innovationsfeldern Technologie und Verfahren, Rohstoffart und -erzeugung, Marketing, Umweltleistungen, Kulturelles und Soziales beworben. Zu den Hauptkriterien für die Auszeichnung des engagierten Betriebes zählten verschiedene Marketingmassnahmen sowie die Zusammenarbeit mit Landwirten, Verarbeitern und dem Handel.

Die Chiemgauer Naturfleisch GmbH wurde 1991 von Richard J. Müller, Thomas Reiter und Biobauer Hans Fritz im Chiemgau gegründet mit dem konkreten Ziel, für ökologische Fleisch- und Wurstwaren eine komplette Dienstleistungskette von der Stalltür bis zum Lager des Kunden zu realisieren. Damals, vor nur zwölf Jahren, gab es weder eine professionelle Vermarktung für Tiere der regional an-sässigen Bio-Bauern noch verarbeitete Produkte, weder einen Service für den Gross- und Einzelhandel noch eine Frische- oder Lager-logistik.

Was die Chiemgauer Naturfleisch seitdem im Innovationsfeld Marketing leistete, verdient nach Ansicht der zehnköpfigen Jury hohe Anerkennung: Auf der Basis innovativer Verarbeitungstechnologien konnte der Einsatz von Zusatzstoffen minimiert und auf den Zusatz von Nitrit und Nitrat etwa bei Salami und Roh- wie Kochschinken sogar vollständig verzichtet werden. Daraus resultierten zahlreiche Bio-Produktinnovationen. Das Unternehmen entwickelte beispielsweise ein im Naturfachkosthandel bis dato nicht vorhandenes SB-Gesamtsortiment und etablierte sich in diesem Segment innerhalb der letzten fünf Jahre zum Marktführer für ökologische SB-Fleisch- und Wurstwaren. Darüber hinaus brachte der Betrieb im Jahr 2003 gefrostete Bio-Fleischwaren -unter anderem Nuggets und Burger-auf den Markt, wobei Frittierprobleme durch den Einsatz von ökologisch geeigneten Trockenpanaden gelöst wurden.

Als eine bemerkenswerte Leistung im Innovationsfeld Kulturelles und Soziales wertete die Jury das Kooperationsmodell zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Handel, das dem Verbraucher beispielsweise mit der namentlichen Nennung des bäuerlichen Betriebes die Rückverfolgbarkeit seines Biofleisches ermöglicht.

Auch die Errichtung eines in der Nähe der Erzeugerbetriebe befindlichen Schlachthauses ist Teil der Kooperation, denn es wurde in Zusammenarbeit mit den Landwirten vor Ort realisiert. Damit wird nicht nur eine letzte Lücke in der Servicekette der Chiemgauer Naturfleisch geschlossen, sondern es werden auch kurze Transportwege der Tiere ermöglicht. Wir alle wissen, dass für den Verbraucher gerade im Bereich Fleisch- und Wurstwaren Sicherheit und Qualität wichtig sind -umso anerkennenswerter sind die ökologischen Innovationen, die von der Chiemgauer Naturfleisch initiiert und realisiert wurden, so das Urteil der Jury.

Ministerin Künast überreichte den Innovationspreis mit einem Kunstunikat der international renommierten Künstlerin Sonja Alhäuser: Sie hatte den Betrieb besucht und die spezifischen Innovationsbereiche innerhalb der Firma eindrucksvoll auf Leinwand gebannt. Fünf weitere Bewerber erhielten für Ihre besonderen Leistungen in einem der Innovationsfelder einen Auszeichnungspreis.